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Zillertal-Bikechallenge


18. 6. - Nennfrist bis zum 26. 6. verlängert
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Bislang galt FR, 19. 6. als Nennfrist.
Gestern hat man diese Frist um eine Woche verlängert; bis zum FR, 26. 6. kann man sich also noch zum regulären Nenngeld anmelden, danach kostet's € 20,- mehr.

Die Strecke sei übrigens komplett schneefrei und in bestem Zustand.


3. 6. - ZBC genau betrachtet

Sportliche Sommerfrische bei der Zillertal-Bikechallenge

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Hier, nahe der Sommerbergalm, führt die Route bergab und nicht, wie für das schöne Foto gestellt, bergauf. © ZTG
<MM> Das Zillertal ist bekannt für seine Geschäfts- tüchtigkeit, denn wo der Rubel rollt, da hilft man gern zusammen. Ein Indiz für viel Rubel ist viel Verkehr, auch wenn er nicht rollt, sondern derselbe sich staut. Insgeheim ist das nämlich zur Freude der touristischen Wirtschaftstreibenden, denn so wissen sie faktenhart, daß die Leut' zu ihnen strömen - der Stau als Symbolbild für volle Kassen also.

Volle Kassen soll auch die ZBC bescheren. Allen Unkenrufen zum Trotz, zeichnet sich genau das ab: Die nach außenhin kolportierten aktuellen Teilnahmezahlen sind freilich die üblichen 'Marketingzahlen', also uferlos aufgerundet.
Doch aus wohlinformierten Kreisen sind die wahren Zahlen bekannt, die - hochgerechnet - auf ca. '400 +/- 20 %' Startende am Renntag schließen lassen. Hält diese Prognose, stellte dies eine Sensation für die Premiere eines Tiroler MTB-Etappenrennens dar - auch wenn man die Potenz des Veranstalters (die Zillertal-Tourismus GmbH) subtrahiert. Diese Menge an Teilnehmern muß man aus dem Stand erstmal zusammentrommeln!

Die Sportlerseele in der Gondel baumeln lassen.

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Über 40 % der Höhenmeter lassen sich in der Prinzenkategorie einsparen. © ZTG
Schaut man genauer hin, scheint das Konzept der ZBC genau bei der Klientel angekommen zu sein, die man - zwecks Rubels - ansprechen will und wollte: Familien, Nicht-Profis und solche, die sich als Hobbysportler auch mal nicht scheuen, zehn Minuten in eine Gondel einzusteigen, um die heftigen 10000 hm der dreitägigen Königsrunde auf ca. die Hälfte zu drücken, was freilich immer noch mehr als genug ist.
Angesichts dessen ist es geradezu erstaunlich, daß auffällig viele der bisher Genannten die im Nennformular vorhandene Option 'habe bisher noch nie an einem Radrennen teilgenommen' als zutreffende Eigenschaft für sich anführen. Das Verhältnis von 'Seilbahnern' zu 'Allesfahrern' beträgt zudem etwa 50:50. Da hätte man vielleicht eher auf eine Übermacht der Allesfahrer tippen können.
Diese Charakterisierung der bis dato Angemeldeten deckt sich also praktisch zu 100 % mit der angepeilten Zielgruppe: dem potentiellen Sommergast.

touristischer Fünf-Jahre-Plan

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Die Zeitnehmung sieht für jede Gondelfahrt 10 min vor. © ZTG
Der enorme Höhenmeterumfang des Drei-Tage-Rennens erklärt sich übrigens aus den drei zentralen Punkten der Planungsphase:
a) 'Ein Zillertaler MTB-Rennen muß am Gletscher enden.'
b) Alle vier im Zillertal beheimateten Tourismusverbände sollen gebietsmäßig Anteil am Rennen haben.
c) Möglichst viele Bergbahnen sollten für die 'Seilbahner' involviert werden, damit sich die Tagesbelastung für jene in Grenzen hält.

Aus diesen Vorgaben folgt die Route der Premierenstrecke. Für eventuelle Adaptionen aber ist man freilich bestens gerüstet, mit vielen Ideen geht man schwanger, ein Optimum davon möchte man in den nächsten fünf Jahren umsetzen. Denn so weit reicht der Planungshorizont. D. h. die ZBC wird keinesfalls eine Eintagsfliege sein, sondern unter Einbeziehung von Teilnehmerfeedback und anderen Anregern eine Entwicklung durchmachen, die letztendlich sie selbst zum touristischen Sieger formen soll.

Damit ist auch wieder das zentrale Stichwort gefallen: touristisch. Denn trotz des hohen Preisgeldes von insgesamt € 15.000,- möchte man damit nicht in erster Linie die Profis anlocken (das Rennen ist nämlich nicht mal beim ÖRV gemeldet), sondern potentielle Gäste, die sich u. U. das gesamte Jahr darauf freuen, diese ihre ersten Sommertage im Zillertal sportlich zu verbringen - ohne aber den Rest des Jahres darauf hintrainieren zu müssen. Spaß an der Bewegung - ja; Spaßbremse ob schiefhängenden Hausfriedens wegen Trainingsüberlastung und damit verbundenen Ausfalls des Hausherrens für andere Aktivitäten - nein.

Synergieeffekte
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Werner Kostenzer, Verwaltungsratsvorsitzender der Zillertal-Tourismus GmbH, Georg Totschnig, Ex-Radprofi und Klaus Dengg, GF der Zillertaler Gletscherbahn tun so, als bärgen sie die seit einem Jahr im ewigen Eis des Hintertuxer Gletschers lagernde Trophäe. © ZTG
Aus Deutschland und ehemaligen Ostblockstaaten verzeichnet man das größte Interesse. Österreichische - und im speziellen Tiroler - Nennungen sind bislang rar. Das soll sich noch ändern, ist aber nicht maßgeblicher Sinn der Sache. Denn, wie erwähnt, der sportliche Sommergast, den man außerdem mit dem touristischen Rahmenprogramm begeistern kann, soll angesprochen werden und nicht unbedingt der einheimische Stollenreifen-Bergfex, der die hiesige Umgebung eh schon in- und auswändig kennt, zudem für solche Rahmenprogramme so viel übrighat wie für einen sogenannten 'original Tiroler Abend'.

Flotte Bienen

Beim Rahmenprogramm zeigt sich wieder der Geschäftssinn der Zillertaler: Man hängt sich mit der ZBC an etablierte Veranstaltungen an, nützt Synergieeffekte und spart damit Budgetposten, ohne aber an Wirkung einzubüßen. Im Gegenteil: Wenn etwa anläßlich der 'Nacht der 1000 Biere' auch die Infrastruktur für die ZBC aufgebaut bzw. sowieso bestehende mitgenutzt wird, ergeben sich genau daraus besagte Synergieeffekte. Weiters spart man Personalkosten ein, die man anderweitig besser einsetzen kann - z. B. für die 'Beach-Party' in Mayrhofen, wenn nach der 2. Etappe flotte Bike-Bienen ins hiesige Freibad locken - passendes Wetter vorausgesetzt. Zu 100 % wetterfest hingegen wird die 'Après-Bike Party' in der Hintertuxer Hohenhaus-Tenne nach der 3. Etappe sein. Insgesamt ergibt sich so ein schlankes Gesamtbudget, das weit unterhalb vergleichbarer Veranstaltungen rangiert.

Hardtail genügt

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Ob auch jeder Teilnehmer so ein flottes Trikot erhält? © TW
Apropos flott! Aufgrund der erwähnten Streckenauswahl gibt es kaum Trails im gesamten Routenverlauf. Einzig von der Wilden Krimmel herab fährt man eine Zeitlang über einen breiten Wiesenweg, den man als Trail ansprechen könnte. Ansonsten befindet man sich stets auf Forst- und Schotterwegen. Somit ist trotz aller Ausrichtung auf minimalen Rennstreß mit hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten zu rechnen. Fullyfahrer können also ruhig zu ihrem Hardtail-Zweitrenner greifen und auch da noch mal etwas Gewichtstuning betreiben - vor allem hinsichtlich der Reifen.

Sofern sich all die geplante und erstmals das gesamte Tal einbeziehende Logistik so abwickeln läßt, wie geplant, fungiert die Zillertalbahn als Bindeglied zwischen den einzelnen Etappenorten und dem gebuchten Quartier in Form einer Privatpension oder eines der vielen radlerfreundlichen Hotels. Extra für die ZBC wird die Zillertalbahn auch nochmals um 20 Uhr fahren. Üblicherweise ist ja ob gesetzlicher Lärmvorgaben schon um 18 Uhr Betriebsschluß.

Sportadel

Man merkt somit am gesamten Projekt und in dessen Details, daß man den Sommer (wieder)entdeckt hat, der ja einst den Ausgangspunkt der touristischen Entwicklung bildete in Form der klassischen 'Sommerfrische'. Nur sucht man heute nicht die Gunst kaiserlicher Hoheiten samt Gefolge zu erlangen, sondern Anwärter auf King & Queen und Prince & Princess samt sportlichem Famlienanhang ins Zillertal zu locken. Mit Spannung, Sport und Spiel.


13. 2. - Homepage online
Seit Freitag, dem 13. Februar, ist die Homepage freigeschaltet: *klick*
Fakten zum Rennen, Zitate aus den Teilnahmebedingungen
Einige Teile fehlen noch (etwa die 'FAQ'); aber auch ohne die erfährt man sofort, daß man für die ZBC am Tag des Rennens volljährig sein muß.

Hauptsächlich geht's bei den bislang einsehbaren Infos natürlich um die Streckenabschnitte bzw. deren Beschreibung und um die Anmeldemöglichkeit. Eine sofort aufrufbare Starterliste hab' ich nicht gefunden. Den Teilnehmerinfos entnimmt man, daß es nur zwei Kategorien pro Streckenvariante gibt: m / w ohne weitere Altersklassen.
Die jeweils Führenden nach Etappe 1 und 2 erhalten ein Führungstrikot, das sie am folgenden Renntag tragen müssen.

Die Startaufstellung bzw. der Start an sich am Tag 2 und 3 erfolgt nach der Gundersen-Methode.

Wenn man eine Etappe nicht schafft, kann man die nächste trotzdem in Angriff nehmen. Solche Teilnehmer werden dann zwar in einer gesonderten Wertung zusammengefaßt, erhalten aber keine Urkunde und kein Finisher-Trikot.

Von einer 'Tiroler Meisterschaft' ist man offenbar ebenso abgegangen wie von einem Zillertaler Radverein, der als Veranstalter auftreten sollte; dies Eigenschaft übernimmt nun die Zillertal Tourismus GmbH selber.

Jeder Teilnehmer muß sich einer Alpenüberquerung entsprechend ausrüsten. Dazu gehört lt. Teilnehmerinfo mindestens Kleidung für jedes Wetter und ein Erste-Hilfe-Paket.

Das Rennen findet auf öffentlichen und nicht abgesperrten Strecken statt. Man muß daher die StVo. beachten, mit Gegenverkehr ist jederzeit zu rechnen.

Sollte das Rennen aufgrund höherer Gewalt ausfallen oder abgebrochen werden (aus Gründen, die die Veranstalter nicht zu vertreten haben), gibt's kein Geld retour. Das war etwa beim Ischgl-Ironbike anno 2002 (oder 2003?) anders: Da hat's geschneit wie wild - und man konnte sich die schon getätigten Überweisungen in voller Höhe für nächstes Jahr gutschreiben lassen.

Apropos volle Höhe: Jegliche Art von Bergungskosten trägt der Teilnehmer in voller Höhe selber.

Das Nenngeld für alle drei Tage beträgt € 179,- - egal ob Langdistanz oder Bergbahnvariante. Das sind rund € 60,- pro Tag und Strecke.

Die Homepage der oranisierenden Eventagentur ist 'under construction'.


5. 2. - Homepage bald online
Zwischen 9. und 15. Februar soll nach längerer Vorbereitung die Homepage zum Rennen onlinegehen. Vorweg einige Fakten zur Erstauflage dieses gestaffelten Rennens von Fügen bis zum Tuxer Ferner: <MM>

  • Das MTB-Event wird - unabhängig von den letzten Entwicklungen im Radsport - auf alle Fälle vom 3. bis 5. Juli 2009 stattfinden (und nicht etwa, wie letztes Jahr der 'Vertical Hunt', wegen zu geringer Teilnehmerzahlen schon im Vorfeld abgesagt).

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    Als Name wurde 'Zillertal-Bikechallenge' gewählt (nachfolgend ZBC). Als Langfristziel peilt man die Situation um 'den Ötztaler' (Radmarathon) an, d. h. irgendwann soll die ZBC eines Tages so 'wertig' sein, daß man mehr Teilnahmewillige generiert, als Teilnehmer möglich sind.

  • Art der Veranstaltung: Mountainbikerennen über drei Etappen (vergleichbar der Weerberger Silvertrophy in ihrer Ursprungsfassung der Jahre 2000 - 2004 bzw. der Transalp-Challenge). Wesentlicher Unterschied: Die ZBC erlaubt das Benutzen von Aufstiegshilfen, also von Seilbahnen. Die potentiellen Teilnehmer können sich dazu in zwei verschiedenen Leistungsklassen nennen: a) die Allesfahrer (sie benutzen keine Aufstiegshilfen) b) die Seilbahner (sie benutzen alle möglichen vorgesehenen Seilbahnen)

    Jedenfalls ergäbe sich damit ein Etappenrennen, ähnlich wie es die Innsbrucker 'Vertriders' mit der 'Bikerides-Trophy' im Freeridebereich schon zwei- oder dreimal durchgeführt haben. Dabei stand allerdings kein touristischer Nutzen im Vordergrund, sondern alleinig die Freud' am Freeriden.

    Die ZBC soll durch die Dauer von drei Tagen aber sehrwohl touristisch wirken, also zusätzliche Betten füllen. Die Teilnehmer lukrieren durch ihre Nennung dabei nicht nur den vollen 'üblichen' Service bei so einem MTB-Rennen, sondern sollen auch weitere, inkludierte Services nutzen können - etwa eine Freifahrt an allen Renntagen mit der Zillertalbahn oder Leistungen der 'Zillertal Activecard'. Den Teilnehmern soll also ein Rundum-Wohlfühlpaket zugute kommen - was einen, wenn nicht DEN zentralen Aufhänger des Gesamtkonzeptes bildet.

  • Die Streckenplanung wird von der Firma 'M-BIKE' ausgeführt; diese Firma ist erst seit geraumer Zeit im Zillertal ansässig (siehe Angaben auf der Homepage).

    Als Veranstalter soll aber ein hiesiger MTB-Verein auftreten (davon gibt es zwei oder drei im Zillertal), der dann als Überbau für alles fungiert. Die Zillertal Tourismus GmbH (= zillertal.at) übernimmt freilich alle Marketingaufgaben.

    Ein Verein ist deshalb gesucht, weil man u. U. eine Art 'Tiroler Meisterschaft' austragen möchte, wozu eben ein ÖRV-lizenzierter Verein notwendig ist. Informationsaustausch mit dem LRV-Präsidenten Harald Bauman soll schon erfolgt sein.

  • Eckdaten der Langdistanz:

    Etappe 1 - ca. 70 km / 3450 hm, von Fügen nach Zell am Ziller
    Etappe 2 - ca. 75 km / 3600 hm, von Zell am Ziller nach Mayrhofen
    Etappe 3 - ca. 50 km / 3250 hm, von Mayrhofen zum Tuxer Fernerhaus
    gesamt - ca. 195 km / 10300 hm


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    Das beeindruckende Höhenprofil relativiert sich bei genauerem Hinsehen.


    Links:
  • Zillertal-Bikechallenge
  • Zillertal-Tourismus GmbH


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